MUCke: Kafkas Orient Bazaar

Wie hätte unsere neue Interview-Reihe MUCke: München in Stereo besser anfangen können, als mit einem Bier an der Isar? Genau da haben wir uns mit den vier Jungs von Kafkas Orient Bazaar getroffen.

Kafkas Orient Bazaar

Musikalische Einflüsse:
Wir hören alles zwischen Metal und türkischer Volksmusik. Mit Ausnahme von Klassik und Free-Jazz.

Musikalische Einordnung:
Küchenelektro. Anzusiedeln im weitesten Spektrum von Indie.

Wäre eure Musik etwas zu Essen dann wäre sie:
Hauptsache üppig! Döner Kebap mit Kartoffelsalat, Meeresfrüchten und Mayo.

Euer größter Erfolg:
Wir wurden einmal zum Newcomer der Woche ernannt bei Markus Kavka vs. the Web.

Das beste Lied für Neu-Hörer:
Es ist wie auf dem Basar, da gibt es auch keine Einzelware die alles beschreibt. Um die ganze Bandbreite unserer Musik kennen zu lernen eignen sich vielleicht die Songs Stealing My Time und Killer am besten.

Veränderung der letzten Jahre:
Insgesamt haben sich poppigen, elektronischen und aggressiven Tendenzen in unserer Musik verstärkt. Es gibt einfach von allem mehr! Außerdem haben wir seit Neustem einen Keyboarder.

Wenn ihr die Möglichkeit hättet überall in München ein Konzert zu veranstalten...
...gäbe es eine Loveparade mit Indiemusik in der Trambahn.

Was würdet ihr gerne gefragt werden?
Julian: Warum wir so dünn sind.

Gut, warum seid ihr so dünn?
Julian: Wir haben bloß dünne Beine.
Attila: Wir haben vier Tage lang quasi Tag und Nacht im Studio verbracht und all unsere Energie in die Songs gesteckt. Da bleibt nicht viel übrig fürs Wachstum.

Wer seid ihr? Stellt euch doch mal gegenseitig vor.
Attila: Wir 4 sind Kafkas Orient Bazaar aus München. Manchmal auch Kafkas Oriental Basar aus Berlin...
Adrian: Julian, 22, studiert Sinologie, spielt bei uns die Gitarre, flüstert ins Mikrofon und ist leidenschaftlicher Fliegenfischer.
Julian: Adrian, 21, ist unser Keyboarder, studiert Jura an der LMU und war früher mal Shouter in der Metal-Band Izet.
Attila: Christoph, 22, ist unser Drummer, studiert Tontechnik. Früher hat er in eine Blaskapelle gespielt. Er hat außerdem die Organisation unseres neuen Videos übernommen.
Christoph: Der Attila zupft den Bass, baut das Gerüst der meisten Songs und ist die "Orga-Mama" der Band und kümmert sich z.B. um Dinge wie Promos und unsere Internetseite samt Bandforum.

Wie entsteht bei euch ein Lied?
Attila: Der Text zu Deine Mutter ist zum Beispiel beim Mathelernen entstanden. Aber normalerweise nehme ich erst mal das Türkisch-Wörterbuch zur Hand...
Adrian: Julian und Attila schreiben das Grundgerüst der meisten Songs.
Julian: Und am Ende kommt der Adrian und legt seine "wahnwitzigen Keyboards", Zitat Markus Kavka, drüber.

Was hasst ihr?
Julian: Leute die mit ihrem teuren Equipment Gassi gehen.
Attila: Das sind Leute, die statt einer Modelleisenbahn eine Band haben.

Wo geht ihr weg?
Adrian: Wir gehen eher selten koordiniert als Band weg. Eher treffen wir uns zufällig, zum Beispiel beim Starmelt im Muffatwerk. Da hat der Attila ja auch letztens aufgelegt.
Julian: Ja, und vor allem haben wir da auch den Adrian kennengelernt, bei einem eher verkorksten Gig.
Attila: Seit es den Keller nicht mehr gibt... Atomic Café, 59:1, im Sommer auch mal ins Backstage...

Kafkas Orient Bazaar - Die Neue FarbeDas aktuelle Album Die neue Farbe (Erschienen am 16.04.2010) wurde auf Schloss Altenmuhr aufgenommen, das der Familie des Keyboarders gehört. Das dort ansässige Schlossgespenst ist auf dem Album angeblich nicht zu hören jedoch kam es während der Aufnahmen zu "rätselhaften Verstümmelungen" (Julian).

Mehr Info über Kafkas Orient Bazaar: www.kafkasorientbazaar.de - ausserdem bekommt man das letzte Album, It Could Be Dangerous bei Last.Fm zum anhören.

Feedback von euch ist zum Interview (Länge,Themen,Format) ist in den Kommentaren gern gesehen. Du hast eine Band und willst hier dabei sein? Schreib uns eine E-Mail!

Matthias Schmidt, 22.04.2010 17:51 n

Matthias Schmidt

mazzekazze@tapefruit.com
Chefredaktion | Entwicklung

Mazzekazze ist einer der Gründer von Tapefruit. Der Architektur­student und K68 Hausbrauer betreibt Tapefruit seit 2008 als Chefredakteur und Program­mierer, fürderhin feder­führend bei tapebook.de und seinem wichtig­sten Projekt mazzesbier.de

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