Hooton Tennis Club

Die Gruppe Hooton Tennis Club veröffentlicht diesen Freitag ihr erstes Album. Es wurde aufgenommen in Liverpool und hört sich auch so an (British Invasion, Indie, ein bisschen vom Strawberry Field genascht vielleicht).

Hooton Tennis Club

Es heißt Highest Point In Cliff Town und beinhaltet 12 Lieder, die schöne Namen tragen, zum Beispiel Something Much Quicker Than Anyone But Jennifer Could Ever Imagine.

Hier der Song P.O.W.E.R.F.U.L. P.I.E.R.R.E mit Video:

Hier die Facebook-Seite der Band.

Thomas Schamann, n z Kommentieren d

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Neun Fragen an: Das Hobos

Neun Fragen an: Das Hobos

Tom Simonetti, Leo Hopfinger und Frank Nägele, ihreszeichens Vertreter eines digital-analogen Nomadentums des einund­zwanzig­sten Centennium zwischen Stadt, Land, Netz, Mundharmonika und Synthesizer - Post-Post, Post-Hobo und Post-Country sowieso - haben mit ihrem Album This is the Place ein wirklich herrliches Stück Musik geschrieben, das man jetzt auch wieder via bandcamp käuflich erwerben kann (eine hervorragende Idee, dieses zu tun).

Für die Aufnahmen zog sich die Band in eine verlassene Bahnbarracke im Ostallgäu zurück - man stelle sich eine gewisse Spät-Wildwest-Romantik zwischen Güterwaggons und Lagerfeuer vor - für diese Lebensweise steht die Band mit ihrem Namen,
Das Hobos

Vorweg das schöne neue Video zu whitelines, darauf Leos Statements zu neun Fragen und Schlagwörtern von Tapefruit.


TF: Ihr habt für die Aufnahme eurer LP "This is the Place" einige Strapazen auf euch genommen. Bleibende Schäden/Angewohnheiten/Eindrücke?
Das Hobos: Die Aufnahmen waren weniger mit Strapazen verbunden, man kann sogar behaupten, das es größtenteils sehr entspannt abgelaufen ist. Wir suchen bewusst Zeitlöcher und Entschleunigung um Ideen und Gefühlen freien Lauf zu lassen. In diesem Fall war es eine alte Bahnbarracke, gleich neben dem Gleiskörper. Wir haben dort die Umgebung neu entdeckt und uns inspirieren lassen. Ganz konkret haben wir das Album beim Grillen aufgenommen.

Neun Fragen an: Das Hobos

TF: These, Synthese, Antithese
Das Hobos: Wenn man es schafft, seine Gedanken auf das hier und jetzt zu bündeln, kann man seinem Ego gut aus dem Weg gehen. Da passieren tolle Sachen und im besten Fall ist man nur noch eine Art Transmitter eines Gefühls. Räucherstäbchen haben wir aber nicht angezündet.

TF: Wie kommt bei euch ein Song zustande?
Das Hobos: Die vorhandenen Aufnahmen werden ausgewertet, Spuren gemutet oder overdubbed. Texte oder Samples werden im Nachhinein eingefügt. Sie haben auch einen ähnlichen Stellenwert. Wir sind keine Singer und Songwriter. Das können andere besser.

TF: Elefant
Das Hobos: Sind irgendwie traurige Tiere.

TF: Grundsätzlich - Konzeptalbum oder Song für Song?
Das Hobos: "This is the Place" ist ein Konzeptalbum. Mit genügend Ausschussmaterial bekommt man das schon hin. Es hat sich aber alles ganz natürlich gefügt, ein Glücksfall. Es soll ja auch noch authentisch bleiben.

TF: James „Sus“ Sutherland
Das Hobos: Cutting edge Provokateur und Künstler, der als Pate für unsere Covers steht. Es gab eine 150st. schwere „art edition“ unseres Albums, bei der jedes einzelne Cover ein Unikat ist. Wir haben eine Riesenleinwand aus den BlancoCovers gebastelt und Sus hat sie beschmutzt. Sus ist selbst ein Unikat und immer für Überraschungen gut.

Neun Fragen an: Das Hobos

TF: Straße, Rotz
Das Hobos: Ja, Credibility muss schon sein, gerade in Zeiten wo alles inszeniert werden kann. Wir sind zwar keine echten Hobos, aber trotzdem ganz gut drauf.

TF: Liebe
Das Hobos: Wenn man kein Geld mit der Kunst verdient, nehmen wir halt die Liebe. Das passt gut.

TF: Bitte drei zwingende Musikempfehlungen.
Das Hobos: Jesus‘ Blood Never Failed Me Yet, ein 25 Minuten Werk von Gavin Bryars. Ein Obdachloser singt den Loop seiner Existenz. Zum ersten Mal gehört auf einer „Ghost Album“ listening session in der Favorit Bar. Bei unseren recording sessions bekamen wir auch öfters Besuch eines Obdachlosen, was auch auf dem Album zu hören ist.
Cortez The Killer - klar, Neil Young darf nicht fehlen. Er spricht das Intro zu unserem Song Automatic. Danke dafür! Ein Paradebeispiel, des Laufenlassens. Die Musiker sind nur noch Medium eines Gefühls. Rock on!
Hier noch was Hausgemachtes: Labelmate [bei In gute Hände] Der Herr Polaris veröffentlicht dieses Jahr sein neues Album. Mit Hinterfragen schickt er vorab (live) einen Straßenfeger der Extraklasse. Hit!


Das Interview erschien erstmals im Tapefruit Print, derzeitig zu beziehen bei: Favorit Bar, Unter Deck, Milla oder online bestellbar.

Matthias Schmidt, n z Kommentieren d