Prophet & Trouble
So heißen die zwei Alben, die gestern endlich bei mir angekommen sind und sich nun um den Titel "Pladde des Monats" prügeln müssen:
In der roten Ecke Trouble von Totally Enormous Extinct Dinosaurs - eine komplett andere Platte. Aber auch anders als erwartet - eine Gangart "härter"/minimalistischer ist die Platte gegenüber der Singles geworden. Und das schadet ihr gar nicht - auch Garden hat nochmal ein Facelifting bekommen.
Der Gute hat, auch wenn ehrlich gesagt seine Sympathiewerte bei mir hype- und selbsthype-bedingt etwas gesunken sind, da schon was gutes vollbracht: Macht einen absoluten signature Sound, man erkennt sofort, wenn ein Song von ihm ist - gleichzeitig langweilts aber nicht - und das alles, obwohl (oder weil?) er halt überhaupt nicht singen kann.
Vielleicht hat der eine oder andere von euch kürzlich den Totally Enormous Extinct Dinosaurs-Livestream gesehen, auf den ich via Facebook aufmerksam gemacht hatte. Witzigste Situation dabei war die, in der er in einem kollossal übertriebenen Kostüm auf die Bühne wankte und sagte "Maybe this Costume was not a good idea - i have to move like a crab". Leider gibt's den Stream nicht mehr - hier ein paar Eindrücke:
In der Blauen Ecke Prophet von Ramona Falls, Ex-Menomena-Mitglied und -gründer Brent Knopf - wer Menomena mag, wird auch Ramona Falls nicht abgeneigt sein - wenn ich auch sagen muss, dass ich stets diejenigen Menomena-Songs minimal lieber mochte, deren Arrangement und Gesang von Drummer Danny Seim (mit dem ich auch unseren Bandsalat: Menomena entheddert habe) stammen - das geht aber im allgemeinen Fanboyism weitgehend unter (anbei vielen Dank @tonton, dafür, dass du mir die Band mal aufgeschwatzt hast).
So zurück zu Ramona Falls - Prophet: An sich ist hier alles Vertreten, was eine gute Gitarren-Platte braucht. Von ganz ruhigen, nachdenklichen Werken bis zu recht brachialen Keulen alles unterwegs. Ich würd die Platte zwischen Menomena (das lag auf der Hand) und Get Well Soon einordnen.
Dazu wird ein äusserst raffiniertes Plattencover serviert, das ich noch immer nicht ganz durchstiegen habe... Größtes Manko: Prophet gibt's bisher nur als schweineteuren Import (um 25 Euro).
Fazit:
Diesmal fällts mir sehr schwer, mich zu entscheiden. Trouble ist wohl die spaßigere, sommerlichere Platte, Prophet hingegen ist die anspruchsvollere. Empfehlen möchte ich beide. Also: Zwei Platten des Monats!
| Kategorie: Kritiken | Von Mazzekazze, 16.06.2012 18:13 | Kommentare (0) |
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Kommentare
klingt ja ganz fancy das alles ... bei ramona falls wird gleich mal reingehört
dazu eignet sich "sqworm" ganz gut, den gibt's gratis: http://stereogum.com/996191/ramona-falls-squorm/mp3s/ Du bist nicht eingeloggt!
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