Blood Red Shoes - In Time To Voices
Diese englische Zweipersonenband ist seit einigen Jahren aus unerfindlichen Gründen sehr weit oben auf meiner Sympathieskala. Ich fand sie immer angenehm laut und ehrlich unkreativ. Es waren keine unnötigen Synthesizer oder übertriebene Refrains in den Songs und außerdem fand ich diesen Clip immer ziemlich cool.
Das zweite Album „Fire Like This“ fand ich schon nicht mehr so interessant wie das erste, trotzdem sehr viel mitreissender als der Durchschnitt des Britpop und Indiegetümmels. Nun also halte ich das neueste Album in den Händen und höre mal rein.
Zunächst fällt auf, das es einige Stücke wie Night Light gibt, die nur mit akustischer Gitarre und Stimme gespielt werden, was relativ unüblich ist. Die Texte sind nett bis schön, die Lieder gefallen mir trotzdem, wenn sie auch untypisch sind, da sie angenehm melodisch sind. Etwas rockiger sind Stücke wie Down Here In The Dark, wo auch der männliche Part der Band, Steven Ansell singt und die bezaubernde Laura-Mary Carter nur für die Background Vocals sorgt.
Aber nach wie vor gilt: Alle Songs sind zum mittanzen und wenn wieder mal richtig geschrien wird wie in Je Me Perds, bin ich glücklich. Diese fette Gitarre und das sehr beeindruckende Schlagzeug beweisen meiner Meinung nach, das es wirklich nicht so wichtig ist hunderttausend Samples und Effekte zu verwenden, wenn man einfach ungehemmt drauflos spielt. Was ich damit auch meine ist etwas, was ich nur unzulänglich als Spontanität der Band charakterisieren kann.
Alles in Allem muss ich aber sagen, dass mir das erste Album „Box Of Secrets“ nach wie vor am Besten gefällt, das dritte allerdings coole neue Elemente, die nicht ausgereizt, sondern gelungen eingesetzt werden enthält. Ein bisschen Ladytronmässige Vocals und ein wenig Stimmmodulation hier und da plus Schraddelgitarre und göttlichem Schlagzeug. Blood Red Shoes gehen einfach ab!
| Kategorie: Neuigkeiten | Von SunSon, 16.08.2012 18:21 | Kommentare (0) |
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