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Vorschläge für nächste Woche

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Die Liste der Gewinner

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  1. Dj Shadow - Right ThingDj Shadow  - Right Thing
  2. Pulsallama - The Devil Lives In My Husband's BodyPulsallama  - The Devil Lives In My Husband's Body
  3. Haruomi Hosono - CaravanHaruomi Hosono - Caravan
  4. Tim Buckley - Driftin'Tim Buckley  - Driftin'
  5. Michael Hurley - Animal Song (If I Could Ramble Like A Hound)Michael Hurley - Animal Song (If I Could Ramble Like A Hound)
  6. The Limiñanas - Istanbul Is SleepyThe Limiñanas - Istanbul Is Sleepy
  7. Yardbirds - All The Pretty Little Horses (Hushabye)Yardbirds - All The Pretty Little Horses (Hushabye)
  8. Courtney Barnett & Kurt Vile - Over EverythingCourtney Barnett & Kurt Vile - Over Everything

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Bandsalat: MIT

Am Samstag fand in München das wundervolle "Make or Break"-Festival statt. Da wir uns das -nicht nur auf Grund des unschlagbaren Eintrittspreises von 0 Euro- nicht entgehen lassen konnten, war die gesamte Tapefruit-Crew am Start. Es spielten im Hansa 39 unter anderem: Hummmel aus München, MIT aus Köln sowie Bodi Bill aus Berlin. Mit den beiden letzteren konnten wir nach der atemberaubenden Show noch ein kurzes Interview führen. Hier unser erstes Interview mit MIT, das ohne unseren User faust nicht hätte stattfinden können.

Gefällts euch hier in München?

Ja. Wir waren auch schon paar Mal hier. Im Backstage war es ganz nett. Man sagt ja, dass es in München schwierig ist, in unserem Fall ist es ganz cool.

Wenn ihr hier in München spielen könntet, wo ihr wollt, wo wäre das?

Auf Festivals vielleicht, so wie heute. Muss halt ein cooles Rahmenprogramm haben.

Woher nehmt ihr eigentlich die Inspiration für eure Musik?

Im Grunde stecken wir erst Mal einen Rahmen ab, das Konzept. Dann folgt die Ästhetik drumherum. Meistens ensteht die erste Skizze am Computer - auf den herkömmlichen Jam-Prozess, den andere Bands preisen, verzichten wir weitgehend. Die Musik entsteht durch Austausch über das Internet. Nur vor Touren wird richtig geprobt. Heute geht ja unsere Tour durch Deutschland und die Schweiz zuende.

Was ist das besondere an eurer Musik?

Es ist elektronische Musik. Aber anders als diese Leute, die sagen Elektro strahle eine gewisse Kühle aus, finden wir, dass man sehr wohl Emotionalität hervorheben kann. Das liegt aber auch am Inhalt, mit dem wir unsere Musik füllen.

Wie hat sich die Band denn entwickelt?

Wir spielen seit 5 oder 6 Jahren zusammen, in der gleichen Aufstellung. Zuerst war unsere Musik sehr laut. Weil wir uns viel mit Musik befassen, wollten wir das ganze weiter abstrahieren und aufs Wesentliche reduzieren. Heute war ein guter Auftritt, sehr konzentriert. Cool.

MIT Live im Feierwerk

Ihr legt auch eine Menge Wert auf eure Lightshow, oder?

Allerdings. Wir arbeiten eng mit einem Lichttechniker zusammen. Man soll auf der Bühne nur unsere Silhouetten sehen, auch das ist eine Form der Abstraktion. Wir wollen das herkömmliche Konzept vom Konzert mit der Band im Scheinwerferlicht aufbrechen. Dazu ist die Lichtperformance genauso wichtig wie die Musik beziehungsweise gehört einfach dazu.

Wo seht ihr euch in fünf Jahren?

Weiß nicht. Wir wollen so weitermachen wie bisher.

Wie wollt ihr denn eure alternative Form des Konzerts weiterentwickeln?

Gute Frage. Einfach ein paar Schritte weiter.

Wie wollt ihr die Konzerte individuell gestalten?

Gar nicht. Das ist ein wichtiger Teil unseres Konzepts. Die Reproduktion. Konzerte sollen möglichst gleich sein. Und zwar unter der Prämisse, dass auf der Bühne nichts anderes passiert als eine Übersetzung der Alben in Live-Musik. Natürlich gelingt das nicht bis ins Detail. Die Live-Sets sind treibender, mit Instrumentalstücken als Rahmen und unterhaltsameren Songs zwischendurch. Da sind wir ganz konsequent.
Wir wollen nicht, wie viele andere, Konzerte mit durchgehendem Beat, wo die Leute immer weiter tanzen können, wir setzen lieber auf andere Möglichkeiten. Dadurch sind unsere Konzerte vielleicht monotoner als andere, trotzdem liefern sie viel Energie. Abwechslungsreich werden sie durch den Wechsel zwischen ruhigen und intensiven Momenten.

Das klingt aber doch recht anspruchsvoll.

Wir stellen ein Angebot. Wie die Leute darauf reagieren, ist ihre Sache. Wir zeigen nur einen Weg auf.

Abschließend: Wie steht ihr eigentlich zu Musik-Piraterie?

Ist okay, solange es die Bekanntheit steigert. Hoffentlich kaufen sich trotzdem ein paar Leute die Platte.

Matthias Schmidt

Autor: Matthias Schmidt

mazzekazze@tapefruit.com
Chefredaktion | Booking | Entwicklung

Gründer von Tapefruit. Architekt und Hausbrauer. Betreibt Tapefruit seit 2009 als Chefredakteur, Booker und Program­mierer.

Doktert ansonsten unter dem Pseudonym sigtrygg an verschiedenartiger Musikelektronik herum.

Kommentare zum Artikel

Matthias, 12.05.2011 22:01:

Danke @Phabian für den einleitenden Text ;)

SunSon, 13.05.2011 11:22:

Das ist ein recht cooles Interview.
irgendwie kann ich mir das mit der lightshow und aufbrechen des konzerts gut vorstellen. obs aber wirklich cooler ist weiss ich nicht so...


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