🔍

Vorschläge für nächste Woche

Jede Woche kannst Du einen Song deiner Wahl für die endlose Tapefruit Playlist vorschlagen.

Es wurde noch kein Vorschlag eingereicht.

Zwischenstand dieser Woche

Jeden Tag kannst Du für Deinen Lieblings­song stimmen, indem du auf das jeweilige Herz klickst.

  1. Tim Buckley - Driftin'Tim Buckley  - Driftin'

Die Liste der Gewinner

Jeden Sonntag ermitteln wir das Ergebnis und der Gewinner wird zur endlosen Playlist hinzugefügt.
Auch du kannst dabei mitmachen: Einfach hier registrieren.

  1. Michael Hurley - Animal Song (If I Could Ramble Like A Hound)Michael Hurley - Animal Song (If I Could Ramble Like A Hound)

Playlist blättern

Freud und Leid des Zwischennutzers - Nachtrag zur Situation in München

Vorgestern berichteten wir in unserem Artikel Freud und Leid des Zwischennutzers über Zwischennutzung, Bürgerbeteiligung und nachbarschaftliches Miteinander in München. Aufgrund neuer Entwicklungen dazu heute noch ein Nachtrag.

Das im letzten Artikel bereits angedeutete Treffen zwischen Stadtbaurätin Elisabeth Merk, Leiter der Lokalbaukommission Cornelius Mager und Zwischennutzerin Zehra Spindler (Puerto Giesing, BieBie) scheint schnell erste Früchte zu tragen. Gemeinsam möchte man eine Art "Fahrplan" erstellen, der die Kommunikation unter Zwischennutzern und Behörden erheblich vereinfachen und damit letztlich mehr und einfachere Möglichkeiten für Zwischennutzungen schaffen soll.

Freud und Leid des Zwischennutzers -  Nachtrag zur Situation in München

Zwischennutzungs-Organigramm von Cornelius Mager | Foto © Zehra Spindler

Das Hauptproblem liegt hierbei in der Polarität der beiden Gegenüber: Auf der einen Seite die Lokalbaukommission als genehmigende Behörde, der ein straffes Regelwerk zum Verfahren auferlegt ist, die insbesondere klare Informationen und Zahlen zur geplanten Nutzung benötigt, und die im Falle einer übereilten Genehmigung haftbar ist - auf der anderen der Zwischennutzer, der einerseits vielleicht utopische Ideen hat, der andererseits vor allem eines nicht liefern kann: Klare Informationen und Zahlen zur geplanten Nutzung.

Denn das Feld des Zwischennutzers ist weißgott kein Leichtes: Zu den üblichen Unwägbarkeiten des Vermieters und Veranstalters gesellt sich eine weitere Dimension - die Unsicherheit, ob, wie lange und in welcher Form die Zwischennutzung funktioniert. Wer eine Zwischennutzung plant, muss damit rechnen, dass diese nicht genehmigt wird - auch wenn bereits Arbeit in das Projekt gesteckt wurde. Liegt die Genehmigung vor, folgt die nächste Unwägbarkeit: Nicht jedes Nutzungskonzept funktioniert an jedem Ort - gegebenenfalls muss bei laufendem Betrieb umdisponiert werden. Sobald eine Baugenehmigung des Investors steht, ist für die Zwischennutzung ohnehin Schluss [Das wird, konkret im Falle des BieBie, voraussichtlich in einem Jahr, vielleicht aber auch früher oder später der Fall sein].

Freud und Leid des Zwischennutzers -  Nachtrag zur Situation in München

Ganz platt verallgemeinert: Der Zwischennutzer ist von Natur aus wankelmütig - die Behörde wirkt im Vergleich dazu stets konservativ. Es ist, als spräche man verschiedene Sprachen.

Was nun in der Lokalbaukommission geplant ist, ist eine Art "Dolmetscher", ein Ansprechpartner für Zwischennutzer, der ihre Anliegen auf behördianisch, und die Behördlichen auf zwischennutzerisch übertragen kann. Der den Zwischennutzer bei der Hand nimmt und durch den für Neuankömmlinge nicht leicht durchschaubaren Genehmigungsprozess leitet. Der aber auch innerhalb der Behörde Abläufe koordinieren und vielleicht sogar Kurzschlüsse ermöglichen kann, die den Prozess für beide Seiten, Behörden und Zwischennutzer, vereinfachen und beschleunigen.

Ich habe den Eindruck, dass ein gewisses "Fieber" ausgebrochen ist: Gespräche werden vereinbart, Organigramme gezeichnet, Ansprechpartner ernannt - es gerät etwas ins Rollen. Man darf also gespannt sein, was die Zukunft bringt.

Matthias Schmidt

Autor: Matthias Schmidt

mazzekazze@tapefruit.com
Chefredaktion | Booking | Entwicklung

Gründer von Tapefruit. Architekt und Hausbrauer. Betreibt Tapefruit seit 2009 als Chefredakteur, Booker und Program­mierer.

Doktert ansonsten unter dem Pseudonym sigtrygg an verschiedenartiger Musikelektronik herum.

Tapefruit Newsletter

Erhalte Updates zu Veranstaltungen und Veröffentlichungen von Tapefruit