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Vorschläge für nächste Woche

Jede Woche kannst Du einen Song deiner Wahl für die endlose Tapefruit Playlist vorschlagen.

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Die Liste der Gewinner

Jeden Sonntag ermitteln wir das Ergebnis und der Gewinner wird zur endlosen Playlist hinzugefügt.
Auch du kannst dabei mitmachen: Einfach hier registrieren.

  1. Max Romeo - Chase The DevilMax Romeo  - Chase The Devil
  2. Okkervil River - Days Spent FloatingOkkervil River - Days Spent Floating
  3. Dj Shadow - Right ThingDj Shadow  - Right Thing
  4. Pulsallama - The Devil Lives In My Husband's BodyPulsallama  - The Devil Lives In My Husband's Body
  5. Haruomi Hosono - CaravanHaruomi Hosono - Caravan
  6. Tim Buckley - Driftin'Tim Buckley  - Driftin'
  7. Michael Hurley - Animal Song (If I Could Ramble Like A Hound)Michael Hurley - Animal Song (If I Could Ramble Like A Hound)
  8. The Limiñanas - Istanbul Is SleepyThe Limiñanas - Istanbul Is Sleepy

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LA Priest - Inji

LA Priest ist der neue Deckname von Sam Dust, bürgerlich Samuel Eastgate, der als Stimme der Dance-Punk Band Late Of The Pier 2007 Furore machte [Exkurs: Ja, ich glaube, man ordnete die in die Dance-Punk Ecke ein, meiner Meinung könnte man auch elektronically infused Indie sagen, grundsätzlich ein derartig überladenes Genre, dass man vor lauter langweiligem Wald die wenigen ordentlichen Bäume die drin rumstehen kaum mehr wahrnimmt - für mich waren Late Of The Pier allerdings immer so einer].

LA Priest - Inji

Late Of The Pier war für mich eine Art fortsetzung der Britpop/Inselindie-Ära mit den digitalen Waffen des 21. Jahrhunderts. Klassische Indiepopstrukturen durchzogen von abgefahrener electronic Weirdness. Für Letztere war wohl immer der Frontmann zuständig. Auf seinem ersten Soloalbum Inji, das Sam Dust gestern unter dem Pseudonym LA Priest [sprich: Lah Priest] herausgebracht hat, behält er diese Neigung bei, lässt aber Erstere auch mal locker im Regen stehen - dadurch entsteht ein Album so seltsam-hypnotisch wie sein Promobild.

Track by Track: Das Album beginnt mit der fetten Bassline von Occasion, einem Track, dem Pausen mindestens so wichtig sind wie Noten. Ganz starkes Ding, das mit großem Getöse und Geknatter von der Bühne geht, um der quasi Ballade Lady's In Trouble With The Law Platz zu machen. Gene Washes With New Arm besteht zu 100% aus Weirdness zwischen schrillem Synth und Chinagong. Die erste Single Oino habe ich euch kürzlich schon vorgestellt. Darauf folgen mit Party Zute/Learning to Love und Lorry Park zwei Songs, die für Freunde abseitiger elektronischer Musik ein wahrer Genuss, für alle anderen vermutlich eher schwierig sind.

Night Train dagegen ist wieder ein sehr verdaulicher Track mit Strophe und Refrain. Überhaupt geht es nicht immer völlig abgefahren zu auf dem Debüt von LA Priest, da gibt es auch ganz "harmlose" Tracks wie das nachdenkliche Instrumental Fabby, das man sicher auch mit einem Orchester formidabel arrangieren könnte - mein persönlicher Liebling auf dem Album. A Good Sign hat diesen Synth, der fast nicht mehr hörbar ist und diesen langsamen Break, der mich immer ein Bisschen runter zieht, dabei ist er eigentlich ganz fein. Mountain schließlich stimmt versöhnlich mit seinem romantisch-süßlichen Falsett-Gesang.

Für mich ein Anwärter auf das Album des Monats, aber hören Sie doch selbst in das Album hinein:

Matthias Schmidt

Autor: Matthias Schmidt

mazzekazze@tapefruit.com
Chefredaktion | Booking | Entwicklung

Gründer von Tapefruit. Architekt und Hausbrauer. Betreibt Tapefruit seit 2009 als Chefredakteur, Booker und Program­mierer.

Doktert ansonsten unter dem Pseudonym sigtrygg an verschiedenartiger Musikelektronik herum.



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