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  1. Yardbirds - All The Pretty Little Horses (Hushabye)Yardbirds - All The Pretty Little Horses (Hushabye)

Die Liste der Gewinner

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  1. Courtney Barnett & Kurt Vile - Over EverythingCourtney Barnett & Kurt Vile - Over Everything

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Villa Aperta Festival 2012

Also was das angeht, ist uns die Grande Nation auf jeden Fall etwas voran. Das Goethe-Institut in Rom organisiert ganz nette Kinoabende (in der Regel ist eine kleinere Schaar älterer Herren anwesend).
Das Institut Français dagegen veranstaltet jährlich ein dreitägiges Festival, das verschiedenste musikalische Genres abdeckt, viele französischen Künstler dabei, aber auch internationale (letztes Jahr wahren u.a. The Shoes, eine Gesandtschaft von Kitsunè und Metronomy dabei). Dieses Jahr gab es einen Klassik, einen Rock-Pop und einen Elektro Abend - ich hab mir natürlich letzteren rausgepickt, da gab es unter anderem Kavinsky und SebastiAn zu bestaunen.

Villa Medici

Das ganze kostet dann läppische 15 Euro Eintritt, die sich schon allein lohnen, um mal einen Blick in den Garten der Renissance-Villa Medici zu werfen - Führungen für 12 Euro gibt's auf Warteliste.
Ich hab nur dummerweise den Vorverkauf verpasst und bin einfach mal auf blöd hingegangen. Am ersten Türsteher konnt ich mich vorbeimogeln, aber der zweite wollte dann ein Ticket sehen. Ich stand also etwas blöd zwischen den beiden Türen und wusst nicht, wohin mit mir - den Moment kommt eine Art Zauberfee oder so vorbei, offenbar vom Organisationsteam, und schenkt mir doch glatt ne Karte. Was fürn Dusel. Euphorie!

Den Auftakt stellte Turzi dar, hatte noch nie von ihm gehört, war live aber ziemlich stark: Ein Mann, zwei Gitarren und ein Haufen Geräte mit blinkenden Knöpfen. Kann man machen. Ziemlich genau zwischen Justice und Jean Michel Jarre.

Danach kam irgend ein eher nerviger Type, den ich einfach mal überspringe und gleich mit Kavinsky weitermache: Wenn ihr auf diese Musikrichtung steht und die Chance habt, euch den mal zu geben, dann geht hin. So einfach fällt meine Kritik aus.
Live spielt er seine eigenen Sachen deutlich heftiger, beatlastiger, schwerst tanzbar - Nightcall hätte ich gar kaum erkannt.
Ansonsten hat er querbeet durch die französische Elektronik gespielt, von Oizo bis Birdy Nam Nam. Das Publikum ging am krassesten ab, als er ein Dubstep-Intermezzo eingelegt hat - Bangarang hätte er sich allerdings sparen können.

SebastiAn war der Headliner, aber ich konnt nicht recht warm werden mit ihm. Anfangs fand ich die Show noch ganz witzig - Aufhänger: "SebastiAn for President 2012 - Weg mit Sarkozy, her mit Kompromisslosigkeit, Gewalt, Sex, SebastiAn" - dazu verstörende Visuals: Anfangs nur die Tricolore, dann französische Soldaten aus Historienfilmen.
Spätestens als dann explodierende Köpfe und Originalaufnahmen der Terroranschläge vom 11. September 2001 liefen, fand ich es langsam einfach zu geschmacklos, dazu zu tanzen.

Der Abschluss dagegen war wieder ganz witzig: man sah auf den Visuals einen Scharfschützen, der zum Schuss anlegte, zeitgleich wurde ein Laserpointer auf SebastiAn gerichtet - und mit einem letzten Knall fiel der gute mitten im Song von seinem Podest.
Interessante Showidee, aber sorry, die Visuals waren einfach viel zu radikal.

Matthias Schmidt

Autor: Matthias Schmidt

mazzekazze@tapefruit.com
Chefredaktion | Booking | Entwicklung

Gründer von Tapefruit. Architekt und Hausbrauer. Betreibt Tapefruit seit 2009 als Chefredakteur, Booker und Program­mierer.

Doktert ansonsten unter dem Pseudonym sigtrygg an verschiedenartiger Musikelektronik herum.

Kommentare zum Artikel

pagamas, 09.06.2012 13:44:

originalaufnahmen vom 11. september... das ist schon herb. war der musikalische teil von sebastiAn denn wenigstens gut?

Matthias, 10.06.2012 12:19:

jo, war an sich ziemlich fett! ein bisschen sehr repetitiv muss ich aber sagen - nur gegen ende hat er ein paar mehr variationen in die beats gesteckt...


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