Vorschläge für nächste Woche

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Die Liste der Gewinner

Jeden Sonntag ermitteln wir das Ergebnis und der Gewinner wird zur endlosen Playlist hinzugefügt.
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  1. Desperate Journalist - OrganDesperate Journalist - Organ
  2. Captain Knife - Black SilverCaptain Knife - Black Silver
  3. The Inner Space - Kamera Song The Inner Space - Kamera Song
  4. Le Millipede - Happy Planet IndexLe Millipede - Happy Planet Index
  5. ILL TILL & DHIRTY6CRU - Jedill MasterILL TILL & DHIRTY6CRU - Jedill Master
  6. David Bowie - Space OddityDavid Bowie - Space Oddity
  7. The Specials - Little BitchThe Specials - Little Bitch
  8. Murena Murena - Tribal GirlMurena Murena - Tribal Girl
  9. The Growlers - MonotoniaThe Growlers - Monotonia

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Yorkston / Thorne / Khan - Everything Sacred

Yorkston/Thorne/Khan sind ein (geglücktes) Folk-Experiment aus Schottland/England/Indien.

Yorkston / Thorne / Khan - Everything Sacred

James Yorkston, Jon Thorne & Suhail Yusuf Khan | Foto © Linda Jackson

Yorkston und Thorne, zumindest diese beiden dürften dem Connaisseur zeitgenössischer Musik von der Insel bekannt sein: James Yorkston in erster Linie als Solo-Künstler, dabei aber gern in Kooperationen, zuletzt mit KT Tunstall und Alexis Taylor - generell hat der Mann aber seine Finger im Spiel. Auch die Namen King Creosote und The Pictish Trail fallen in Zusammenhang mit Yorkston immer wieder - alle damals auf dem schottischen Label Fence Collective.
Jon Thorne vor allem in seiner Eigenschaft als Live-Kontrabassist von Lamb, die sich zwischen Elektronik, Trip Hop und Jazz bewegen (hören →). Aber auch der Rest seines Wikipedia-Eintrags liest sich sehr flüssig: Es tauchen hier Namen auf wie Scott Matthews, Badly Drawn Boy oder CocoRosie.
Zu diesen Beiden gesellt sich nun der renommierte Sarangi-Spezialist, Hindustani-Classical & Indian-Fusion Sänger (hören →) und im Übrigen Enkel der Sarangi-Legende Ustad Sabri Khan, Suhail Yusuf Khan aus Neu-Delhi. Und so hört sich das an - Sufi Song:

"Playing together as Yorkston / Thorne / Khan, we tackle a wide array of different sounds and songs. Alongside pieces of our own, there's a fair chunk of improvisation, plus covers of Ivor Cutler's 'Little Black Buzzer' [für das die Irische Sängerin Lisa O'Neill mit ins Boot geholt wurde] and Lal Waterson's 'Song For Thirza'. Jon's jazz back-ground definitely comes to the fore, as does Suhail's devotional singing and outstanding sarangi playing. I just do my best to keep up…" - James Yorkston

Ich glaube, meine Jam auf dem Album Everything Sacred (8 Songs, ca 50 Minuten) ist der Opener Knochentanz [deshalb auch auf der Please Consider-Liste in Tapefruit Print №2], ein fast viertel­stündiges, vorwiegend instrumentales Stück. Aber auch der "traditional indian Beatbox" Einsatz von Khan im Little Black Buzzer (ca 2:15) ist ein Hammer:


Yorkston/Thorne/Khan @ The Internet
Das Album Everything Sacred @ Domino


Matthias Schmidt, n z Kommentieren d

Wort zum Songtag #344

Und wieder ist eine Woche vorbei.
Wieder gab es allerhand Musik zum aussuchen und wieder habt ihr mit 28 Stimmen eure Favoriten gewählt:

1. The Inner Space - Kamera Song 24%
Vorschlag: kaleido


2. Captain Knife - Black Silver24%
Vorschlag: Flaubs


3. Desperate Journalist - Organ24%
Vorschlag: 5000


4. Morning Smoke - Soft Decay, 5. Sarah Jaffe - Clementine, 6. Black River Delta - Follow You Down, 7. Ultrademon - I Done Mind, 8. Kid Loco Feat. Cornu - Youpi (Contact High), 9. T800 - Paraná

Matthias Schmidt, n z Kommentieren d

LeRoy - Skai (Video)

Schamoni Film, und Musik: das neue Video zu Skai von LeRoy.

Es bedient den Film Eins von 1971, und sieht dabei sehr schön und klar aus.

Erinnert es jemanden an das beliebte Sun von Caribou?

Gestern Abend im Unter Deck haben wir diesen Song (33rpm normal) mit 45rpm laufen lassen und es war auch steil.

Thomas Schamann, n z Kommentieren d

Bam Bam feat. g.rag & Micha Acher

Wie versprochen, hier ein halbstündiger Ausschnitt unseres letzten Kneipenkonzerts mit dem großartigen Bam Bam Clan: Benny Hofer am Bam Bam, dem mechanischen Sequenzer, g.rag an Gitarre und Akkuschrauber, Micha Acher an Synth und Sousaphon.


Der folgende Artikel erschien erstmals in Tapefruit Print №2


Bam Bam - The Mechanical Sequencer

"Wenn du für 5€ was essen gehen kannst, wieso kochst du dann noch selbst?", "Gibt doch gute Schals zu kaufen, wozu also selbst stricken?" oder "Ein Kasten Oettinger kostet 8€, wieso braust du dann selbst?"

Mindestens eine dieser Fragen haben doch die Meisten von uns schon gehört. Die folgende Frage hingegen wird nur einer sehr erlesenen Schar Menschen gestellt: "Wenn du dir für ein paar hundert Euro (oder durch Piraterie) tip-top Musik-Software holen kannst, wozu baust du dir dann einen mechanischen Sequenzer aus einem Elektromotor, einem Stahlrohr, präzisionsgefrästen Manschetten, diversen Trommeln, Becken und Schlagwerk?"

Bam Bam feat. g.rag & Micha Acher

Eine der weltweit vermutlich nicht mehr als zwei oder drei Personen, die diese Frage schon mal gehört haben dürften, ist Benny Hofer. Der Münchner Polsterer hat genau das gemacht - er hat sich einen mechanischen Sequenzer namens Bam Bam gebaut - und seine saloppe Antwort auf die Frage lautet: "Ich wühle eben nicht gern in diesen Displays rum." Die längere Antwort wäre wohl: Ja, Dinge selbst machen ist aufwändig. Es kostet Geld, Zeit und Nerven. Aber wenn man dran bleibt, sich durchbeißt und nicht aufgibt, dann kann man auf diesem Weg, der im Übrigen bereits Teil des Ziels ist, etwas ebenso einzig- wie großartiges schaffen.

Einzig- und großartig ist Bam Bam allemal: Wenn ich mir die schlichte und doch hypnotische Schönheit dieser Maschine so ansehe, dann möchte ich mich verneigen vor solcher Ingeniosität - hätten Jean Tinguely, Neil Peart, Dave Smith und Ikutaro Kakehashi jemals ein gemeinsames Projekt realisiert, es hätte kaum eleganter werden können.

Seit mehreren Jahren baut Benny Hofer in seiner Werkstatt im Westend an Bam Bam - inzwischen beherrscht der Sequenzer nicht nur Snare, Tom Toms, Hi-Hat und Co. sondern triggert direkt und via MIDI-Clock auch noch mehrere Synthesizer.

Den Versuch zu unternehmen, dieses Gerät mit Worten zu beschreiben ist im Grunde genommen Irrsinn - das wird Bam Bam nicht gerecht - diese Maschine muss man hören, sehen, beobachten, mit eigenen Augen studieren. Nichts desto trotz, hier mein Versuch: Das Herzstück des Sequenzers ist ein rotierendes Stahlrohr, dessen verstellbare Rotationsgeschwindigkeit das Tempo vorgibt.

Entlang dieses Rohrs sind bewegliche Manschetten mit jeweils 16 Potis montiert und korrespondierend zu jeder dieser Manschetten ein Instrument sowie ein Drumstick, der es beackert. Durch geschickte Positionierung der jeweiligen Potis bestimmt Benny, wie oft pro Umdrehung und in welchem Rhythmus jedes einzelne Percussionelement getriggert wird.

Bam Bam feat. g.rag & Micha Acher

Klingt kompliziert? Ist es auch. Sieht aber spielerisch aus: Man sieht es Benny Hofer an, dass er sich an Bam Bams 320 Potis wohler fühlt, als an einem kühl erleuchteten Display.

Bam Bam kann nichts abspeichern, es gibt weder Strg+C noch Strg+V noch Strg+Z, Benny macht keine Notizen zu seinen Beats - das Alles ist nicht Teil des Plans. Für ihn gibt es überhaupt keine Frage: Bam Bam wird impro gespielt, jede Performance ist ein Unikat, vor einer Show wissen nicht einmal die Künstler selbst, was auf sie zukommt. "Manchmal trete ich alleine auf - schöner find ich's, wenn ich Begleitung habe" - und die hat Benny wahrhaft gefunden: der Bam Bam Clan, ein wechselndes Aggregat von Musikern, das sich für Jams und Auftritte um den mechanischen Sequenzer schart, zählt einige hochkarätige Mitglieder.

Beim Tapefruit Kneipenkonzert im Vereinsheim am 15.01.2016 wurden Benny Hofer & Bam Bam von Andreas Stäbler aka. G. Rag (Gutfeeling) an der Gitarre sowie Micha Acher (The Notwist) an Sousaphon und Synth begleitet.

"Bam Bam ist ein Live-Instrument zum anschauen", sagt Benny Hofer und hat damit vermutlich recht.

Das Ganze hat nur einen Wermutstropfen: Es gibt keine Pläne für einen Bam Bam -Tonträger.

Bam Bam @ Internet
Bam Bam @ Facebook
Bam Bam @ Soundcloud


Dieser Artikel erschien erstmals in Tapefruit Print №2


Matthias Schmidt, n z Kommentieren d