Samadee - Tapefruit Party

Tapefruit lädt am 26.12.2014 wieder ein in die Milla, diesmal servieren wir Ihnen Filetstücke des Münchener HipHop. Mit dabei: Samadee.

Samadee - Highlife Remixes

Samadee ist Beatbastler, Dj und einer der drei Hosts der Radiosendung Underrated auf Substanz.fm. Am 26.12. wird er für uns tief in seiner Plattensammlung wühlen und nur die fettestenTracks von Classics bis zum neuesten, heißesten Scheiß raussuchen.

Bis dahin könnt ihr euch schon mal mit den heute erschienenen Highlife Remixes von Samadee einhören. Drauf finden sich Remixes feiner Tracks von Lil'Dap bis Sonny Jim, von Arm & Hässlich bis Weltuntergäng:

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Tapefruit Weihnachtsfest

Tapefruit hat sich mal wieder die Milla für einen ganzen Abend gekapert. Und das am zweiten Weihnachtsfeiertag. Na, wenn das mal nicht Grund genug ist, der Besinnlichkeit den Rücken zu kehren, und ein Bisschen unter Leute zu kommen, dann unser Lineup:

Tapefruit Weihnacht 2014

Luca & Dens eröffnen den Abend live mit Gästen. Lux & Cap haben einige neue Tracks im Gepäck und brennen schon drauf, sie uns zu präsentieren. Nino El Dino hatten wir kürzlich schon mal auf Tapefruit. Jetzt holen wir seine melodischen Beats auf die Bühne. Samadee wird den Abend mit einer Mischung aus HipHop Classics und dem neuesten Shit aus dem Underground abrunden.

Infos zu dein einzelnen Künstlern werde ich in den nächsten zwei Wochen veröffentlichen. Stay tuned.

Also lasst am 26.12. Plätzchen und Glühwein Plätzchen und Glühwein sein und ab mit euch in die Milla!
Da gibt es Bier.
Schmeckt eh viel besser als Glühwein.

Matthias Schmidt, n z Kommentieren d

Radiohören - Das Plädoyer

Ich bin als Kind jeden Abend zu irgendeiner Hitparade eingeschlafen, wahrscheinlich die „Schlager der Woche“. Ich hatte ein schwarzes Nordmende Kofferradio das mich im Dunkeln beschallt hat, ging davon aus ich würde Radiomoderator werden und dann aussehen wie Bill Murray.

Radiohören

Mein Plädoyer fürs Radiohören entspringt aber nicht aus dieser Nostalgie - die ist nur ein Bonus. Ich fand und finde es beispielsweise total überflüssig, dass bei Hardcore und Hipster Kasetten als Medium wieder in Mode waren. Nein, um retro geht es nicht. Das Radio hat eine absolute Qualität, ist besonders.

Es gefällt mir, professionell und im Idealfall mit Bedacht erstellte Playlisten und Informationsbeiträge zu hören. Reportagen auf genannten Sendern rentieren sich oft. Genauso ist es schön, sich mit der Leberkassemmel hinzusetzten, eine Halbe aufzumachen und sich Bayern 1 zu geben. Mal schön Oldies saugen. Apropos Bayern 1; mir ist Fußball restlos egal, im Radio finde ich ihn aber ganz in Ordnung.

Musik? Viele Sender reichen nur den Ausfluss der großen Kackmaschine durch und wiederholen diesen in viel zu kurzen Rotationen. Man lasse sich davon nicht schrecken, es gibt ja auch sehr gute Sender. Deutschlandradio Kultur hat mir die besten Autofahrten jemals beschert. Wenn ich mich recht entsinne ist da sogar mal GG Allin gelaufen. Oder war das auf Bayern 2? Ebenfalls eine lohnende Frequenz.

Nicht nur Kurzwellenfrequenzen verschaffen einem Radioprogramm, streamen kann man schließlich auch (Mediatheken!). Das ist gerade praktisch bei den guten Nachbarn von Ö1 und FM4. Eine ehemalige Mitbewohnerin hatte immer radioeins aus Berlin laufen - war gar nicht verkehrt. In München sind natürlich das Ausbildungsradio M94,5 und der BR-Jugendsender Puls zurecht beliebt.

Auf Mittelwelle (gut für Fernfunk) empfängt man hier nur noch einen Sender, nämlich BR Plus („Die schönsten Schlager und Melodien“). Das hat sich herausgestellt, als ich vor einem Monat meine Stereoanlage in Betrieb genommen habe, und sich alle die gerade in der Wohnung waren eine Stunde vor den warm leuchtenden VU-Metern am Boden zum Radiohören zusammengesetzt haben, wie vor einem Wohnzimmerkamin. Ein sehr schöner Sonntagnachmittag. Man wurde sich einig, dass Radiosound wahrscheinlich jedem eingebrannt ist. Typische Lieder, die man nicht absichtlich kennt, die aber im Hintergund laufen seit man Ohren hat. Beispiele: Andy Kim-Baby I Love You oder Barbara Streisand-Woman In Love.

Radio ist aber wie gesagt auch durchaus gegenwärtig und nicht per se rückwärtsgewandt. Hören Sie wieder mehr davon. Die Landschaft ist bunt. Ich widme mich jetzt Anne Clark. Vor ein paar Jahren habe ich nämlich herausgefunden, dass es sich bei der Hintergrundmelodie, die während der Ansagen aus dem Kofferradio lief, um ein Sample aus einem ihrer Lieder handelte.

Der nächste Song heißt Abuse und kommt von der Engländerin Anne Clark. Ich kann Ihnen jetzt schon versprechen, dass das einer der ganz großen Hits 1990 werden wird - aber hören Sie selbst!

P.S. Bei mir um die Ecke sitzt meistens ein Senior auf der Straße, der fleißig irgendetwas notiert während er Radio hört. Er hat mir von ausländischen Sendern und von Radiotechnik erzählt. Radio muss sehr wichtig für ihn sein. Faszinierende Themen hat er.

Thomas Schamann, n z Kommentieren d

Konzerte München Dez. & Jan.

Achtung, diesmal grob nach Beschaffenheit geordnet.

Konzerte

Lokal HipHop Milla: am 12.12. Bumm Clack No.2, am 26.12. die zweite Tapefruit-Party, diesmal mit lux&cap, Luca&Dens, und Nino El Dino; am 16.1. Monacco F & Grämsn.

International Super Rap mit Delinquent Habits (!) am 29.12. im Ampere und Die fokken Antwoord am 21.1. im Zenith.

Ausblick: 5.2. Baba Haft im Backstage, 5.3. Schwesta Ewa an selber Stelle.

Pop Pop Indiepop: 3.12. Little Dragon in der Freiheiz Halle, 20.12. Samaris in der Milla, 22.12 Hundreds im Ampere, 17.1. Freizeit 98 Milla und am 27.1 Zoot Woman im Strom.

Ausblick: Alt-J 17.2. Zenith, und Bilderbuch 19.3. Strom.

Gesang aus Bart und handwerkliche Musik: In der Milla mit Northcote am 2.12., und The Dead Brothers am 3.12.. Two Gallants am 8.3. in der Theaterfabrik.

Black Keys am 19.2. im Zenith dürfte sich herumgesprochen haben.

Stein und Trance: Rival Sons am 1.12. im Strom, Karaba im Import Export am 5.12., Navel am 6.12. in der Milla, 8.12. Nine Black Alps im Strom, dort auch Dune Pilot am 12.12.. Royal Blood am 16.1. in der Theaterfabrik, Ten Years After am 18.1 in der Muffathalle, Ausblick: Monster Magnet am 4.2. im Backstage.

Spezial Garage: 20.12. Glockenbachwerkstatt MUNICH 60's GARAGE FEST mit Thee Milkmen, The Majestic 5, The Royal Flares, The Rejetnicks und The Satelliters.

Misfits am 21.12. in der Theaterfabrik, The Meteors am 9.1. im Strom, Sham 69 am 4.12. im Feierwerk, The Boys am 8.12. an gleicher Stelle. Das Backstage bietet: 12.12. Terrorgruppe, 15.12. V8Wankers, 16.+17.12. Turbostaat, 22.12. Peter & The Test Tube Babies, 3.1.15 Rezurex.

Club Zwei Geburtstagsfest: 31.1. Muffatwerk all area (!) z.B. mit Lali Puna, Wanda [am 9.12. ist Ambros im Lustspielhaus] und Candelilla.

Ausblick: Am 8.2. im Feierwerk wiedermal UK Subs mit dem unzerstörbaren TV Smith. Am 21.2. Mark Lanegan Band in der Freiheiz Halle. Am 26.2. Element of Crime im Zenith. Bin gespannt: Am 12.3. Lola Colt im Feierwerk. Am 26.3. The Notwist in der alten Kongresshalle.

Diese Adressen führen zu den kompletten Programmen der Häuser:

Glockenbachwerkstatt
Strom
Milla
Import/Export
Backstage
Feierwerk

Und der 30.5. ist Atomic Kitten.

Thomas Schamann, n z Kommentieren d

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Top 10 Musikvideos 2014 - Teil II

Kollege Schamann hat im ersten Teil dieser Reihe einige seiner liebsten Videos des laufenden Jahres vorgestellt. Jetzt ist es an mir, es ihm gleichzutun. Dazu sei angemerkt, dass wir dieses Jahr bewusst auf eine Reihenfolge verzichtet haben.
Die folgenden Videos haben mir 2014 gut gefallen:

TFVMAs

Metronomy - The Upsetter von Daren Rabinovitch sei auf jeden Fall erwähnt. Habe vorher seltenst jemanden mit einem Blätterhaufen Sex haben sehen, vielleicht schon deshalb. Der Twist am Ende ist nicht ganz unvorhersehbar, wenn man aber angestrengt nach einem tieferen Sinn des Ganzen sucht, auf seltsame Art und Weise tröstlich.

Auf Acollective - Breakapart von Noam Sharon und Tal Zagreba hat Kollege Schamann bereits angespielt. Tatsächlich ist das Konzept zum Video etwa so kreativ wie der Songtitel und der Bandname. Allerdings gefällt mir in diesem Falle die Umsetzung ausserordentlich gut.

Mit Chet Faker - Gold von Hiro Murai kommt endlich mal ein One-Take Video nicht von OK Go, die wir dieses Jahr trotz mehrerer teils spektakulärer Videos einfach übergehen - vielleicht darf man mit dem Kollegen Bogie sprechen - das wiederholt sich nur noch selbst.
Der Clip zu Chet Faker setzt gewissermaßen auf Sex, Retro-Welle, Tanztalent und Licht, um zu seiner Stärke zu gelangen. Ein durchaus geglücktes Konzept, ich finde das Stück recht hypnotisch.

Zu guter Letzt sei an dieser Stelle noch einmal das Video von Ben Clarkson zu Dan Mangan & Blacksmith - Vessel erwähnt, das ich kürzlich bereits vorgestellt habe. Die kritische Auseinandersetzung mit der Geschichte Kanadas von Gründerzeiten bis zur heutigen Fress- und Popkultur, die sich auch im Song widergespiegelt wissen möchte, wird harmlos gewandet in ein durchaus sich blicken lassen könnendes Video (sic!)

Matthias Schmidt, n z Kommentieren d

Top 10 Musikvideos 2014 - Auftakt

Schaut sich eigentlich irgendwer mehr als ein Video pro Jahr ganz an? Ich glaube nicht - und zwar wird das zurecht nicht gemacht. Hier aber ein paar, bei denen es nicht ganz vergebens wäre.

TFVMAs

Die Antwoord – Ugly Boy von Ninja war auf dem Zettel.

.

Kollege Bogie schüttelt den Kopf und sagt, dass Die Antwoord sich „nur noch wiederholt“. Das Video ist immernoch besser als der große Rest will ich meinen - da es aber auch zu alten Lieblingen wie Evil Boy hinaufsehen muss, dann doch lieber zur Abwechslung dieses:

Mac Demarco – Passing Out Pieces von "Pierce McGarry"

It is complete. Und Pierce McGarry hört sich erfunden an.

FKA twigs - #throughglass von FKA twigs

Eine Werbung für Google Glass, die sich "concept film" nennt, ohh je. Der Tanz ist aber abgefahren.

DJ Snake &Lil Jon - Turn Down For What von Daniel Kwan und Daniel Scheinert

Den Ton mache ich aus, das Video ist aber schön absurd.

Weitere Beobachtungen:

Sex ausgezeichnetlich sells, aber in letzter Instanz bleibt dann doch alles was Kohle bringen soll relativ clean - „Free the nipple“ hat nicht funktioniert, aber die BubbleButt-Exploitation hat mit Anaconda den Höhepunkt erreicht.

Anhaltender Zitier-Zeitgeist: Allenthalben ist davon die Rede irgendjemand würde irgendetwas „channeln“. Pessimistisch zugespitz kann man genausogut auch eine Welle sehen, die mit Nostalgieschaum vorm Mund von der Wand ihrer eigenen Ideenlosigkeit zurückschwappt.

Retro-TV ist sehr angesagt: Duck Sauce - NRG, Black Keys - Fever, The Decemberists - Make you better und teilweise auch Tobacco - Streaker. Film-Zitate ebenfalls, siehe Dizzie Rascal - Pagans, Action Bronson - Easy Rider oder Iggy Azalea ft. Rita Ora - Black Widow (inkl. Michael Madsen Auftritt).

Apropos Tobacco – Streaker von Eric Wareheim: Surrealismus ist tauglich (wobei, wahrscheinlich ist es eher #WTF, das ist schon etwas anderes). Der Regisseur Eric Wareheim erscheint dabei jedenfalls als verdienter Motor. Bei Streaker ist er aber düsterer als sonst.

Ja. Manipulierte Plattencover sind auch noch in.

Soweit der Auftakt. Nächste Woche, nächste Folge.

Matthias Schmidt, n z Kommentieren d

Is Tropical - Black Anything Pt. I

Is Tropical gehören nicht erst seit ihrem letzten Album I'm Leaving zum erlauchten Kreis der mir sympathischen Bands, sondern bereits seit ihren ersten Veröffentlichungen auf verschiedenen Kitsuné Maison Compilations. Auch die Crystal Fighters haben mir ihre damaligen Labelkollegen Is Tropical in unserem Interview ans Herz gelegt.
Nun platzen die Franzosen mit dem neuen Album Black Anything raus - vom Label Kitsuné haben sie sich emanzipiert, stattdessen wird jetzt auf dem eigenen Label Axis Mundi Records veröffentlicht, das hört man auch, der Sound scheint auf den ersten Blick eigenständiger.

Is Tropical - Black Anything

Eine weitere gute Nachricht ist auf dem Pressefoto bereits zu sehen: Angeregt durch die gute Zusammenarbeit auf dem letzten Album I'm Leaving (explizit bei dem Track Dancing Anymore) hat sich Sängerin Kristie Fleck den bis dato rein männlich besetzten Is Tropical angeschlossen.

Das Album wird in mehreren Schritten veröffentlicht, die Rede ist von 5 EPs in kurzen Abständen. Auf der ersten Veröffentlichung mit zwei neuen Tracks ist ungewöhnlicherweise keine einzige Gitarre zu hören. Mal sehen, was da noch so kommt!

Die Publikationsform "Album in Stücken" scheint so ein neues Ding zu sein, hatten wir ja erst kürzlich bei Get Well Soon.

Was haltet ihr davon?
Ich denke, im Zeitalter von facebook und Twitter, ADHS und Ritalin, Erinnerungsspannen eines Goldfischs und massiver medialer Zumüllung kann das selbstverständlich eine Strategie sein, mehr Aufmerksamkeit zu generieren. Aber gehört sich das?

Matthias Schmidt, n z Kommentieren d

Wort zum Songtag #282

Und wieder ist eine Woche vorbei.
Wieder gab es allerhand Musik zum aussuchen und wieder habt ihr mit 13 Stimmen eure Favoriten gewählt:

1. Eels - That Look You Give That Guy 38%
Vorschlag: Lisdie


2. Timber Timbre - Black Water31%
Vorschlag: reginald


3. Fidlar - Oh31%
Vorschlag: 5000


4. To Rococo Rot - Classify Feat. Arto Lindsay, 5. Client Liaison - Feed The Rhythm , 6. Moving Houses - City Lights, 7. Corinna Rose & The Rusty Horse Band - Green Mountain State

Matthias Schmidt, n z Kommentieren d