Tempomatador - Bandsalat
Kürzlich wollt ich eigentlich nur auf ein Bier in die Lolabar, aber wie sich rausstellte spielte an diesem Abend die Band Tempomatador. Bier gabs natürlich auch und so kam ich noch in den genuss der letzten halben Stunde des Konzerts und das Ganze hat wirklich Spaß gemacht. Gutes Publikum, gute Musik und glücklicher Weise hatten die beiden auch nichts gegen ein spontanes Interview.
Am Ende des Konzerts habt ihr verkündet, es gibt euer Album auf eurer Seite kostenlos als Download, seid ihr generell für kostenlose Verbreitung von Musik oder is das nur der erste Schritt
aus Gründen der Promo ?
Naja, natürlich is das Promo, kostenlos hören das eben mehr Menschen, aber wir sind generell eher dafür. Wir denken die Leute kaufen auch, was sie
mögen und unterstützen so die Musiker. Sei es, dass sie zu konzerten kommen oder die Platte kaufen. Also wir machen das so und hoffen andere auch.
Das ist ja ein sehr optimistisches Menschenbild.
Ja , das hören wir öfters (lacht) , wir sind eben sehr gutmütig.
Ihr arbeitet ja relativ viel mit Techink in eurer Musik und schafft es so, zu zweit Musik zu machen für die man früher zwischen 5 und 1000 Leuten gebraucht hätte. Vermisst ihr ab und zu ein oder zwei Leute?
Wir spielen noch in einer der Band Format C und mit der Zeit ergab es sich, dass immer mehr Leute immer weniger Zeit hatten, wir
beide wollten aber mehr machen und so ist das ziemlich praktisch zu zweit. Wir sind sehr flexibel, das klappt alles gut soweit.
Das einzige Manko ist vermutlich, dass bei Auftritten weniger Leute beim tragen helfen (lacht).
Spielt die Technik dann im Songwriting auch eine Rolle?
Ja natürlich. In der Regel bringen wir schon elektronische Songfragmente mit, die wir dann im Proberaum ausarbeiten.
Auch da ist die Technik sehr praktisch, weil sie uns eine unheimlich Vielfalt ermöglicht.
Wir können Sachen kurz analog einspielen und dann einfach loopen, wenn man will kann man eine note mit der Mandoline anschlagen und sie dann
verwenden und wenns nur für einen Song ist.
Wir haben mittlerweile so viele Instrumente wir mussten schon öfters unseren Bandraum aus Platzmangel wechseln.
Das klingt ganz so wie ein Kind wenn es vom Spielzeugladen spricht!
Ja wir sind süchtig nach Spielzeug und unser Bandraum ist unsere Spielwiese.
So, wie schaut es denn generell mit der Musikszene in Kassel aus?
Ich würd sagen wir sind gerade dabei, die auf die Beine zu stellen (lacht).
Unter unserem Proberaum haben wir sozusagen den Club Unten in den wir nationale und internartionale Musiker einladen um zu spielen und Videos aufnehmen, das kann ich jedem nur mal empfehlen.
Vielen Dank an Tempomatador für das Interview.
Im Übrigen kann ich nur empfehlen den kanal vom Unten auf YouTube zu besuchen, da sind einige sehr coole Auftritte dabei.
| Kategorie: Bandsalat | Von scheiss_drauf, 23.06.2011 18:09 | Kommentare (0) |
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Kommentare
cooles Interview. klingt nach sympathischen Kerlen... ich hör gleich mal rein
Vor allem: endlich weiß ich, wohin, fall ick ma in kassel bin
fall is jut. Du bist nicht eingeloggt!
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